Cannoptikum-Serie: Europäische Seedbanks im Porträt
Stand: September 2026. Lesedauer: ca. 7 bis 9 Minuten.
Die Green House Seed Company ist eine Amsterdamer Samenbank, deren Gründer und zentrale Markenfigur Arjan Roskam ist. Bekannt wurde sie unter anderem durch White Widow und Super Silver Haze. Zur Geschichte gehören die Zuchtarbeit mit Nevil Schoenmakers und Shantibaba sowie die späteren Strain-Hunters-Projekte mit Franco Loja.
Wie hängen der erste Coffeeshop, die berühmten Sorten und Strain Hunters zusammen? Dieses Porträt ordnet die wichtigsten Jahre, Personen und Zuchtlinien ein.
Zum aktuellen Sortiment mit Packungsgrößen und Verfügbarkeit: Green House Seed.
Erster Coffeeshop
Amsterdam, 1992
Gründer und Markenfigur
Arjan Roskam
Prägende Teamphase
1990er-Jahre
Spätere Erweiterung
Strain Hunters
Green House Seed Company kurz erklärt
Green House Seed Company, Green House Seeds und GHSC bezeichnen üblicherweise dieselbe Samenbank beziehungsweise Saatgutmarke. Zum weiteren Markenverbund gehören auch die Green House Coffeeshops, Strain Hunters und Green House Feeding.
Die Coffeeshops machten Sorten und Wettbewerbserfolge einem breiten Publikum bekannt. Die Seed Company übernahm den Saatgutvertrieb; Strain Hunters verband später Sammelreisen mit Dokumentarfilmen und eigenen Saatgutprojekten. Diese Tätigkeiten entstanden zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Geschichte der Green House Seed Company im Überblick
Laut offizieller Biografie begann Arjan Roskam 1985 mit dem Anbau exotischer Genetik und sammelte auf Reisen Pflanzenmaterial. 1992 eröffnete er den ersten Green House Coffeeshop an der Tolstraat in Amsterdam. Die firmeneigene Awardliste verzeichnet für 1993 einen ersten Platz in der Coffeeshop-Kategorie des High Times Cannabis Cup. Shantibaba datiert die Markteinführung der Seed Company auf etwa 1994.
| Jahr/Phase | Dokumentierter Entwicklungsschritt | Bedeutung |
|---|---|---|
| ab 1985 | Arjan Roskam beschreibt frühe Anbau-, Haze- und Sammelarbeit. | Vorgeschichte und Sammlung von Ausgangsmaterial. |
| 1992 | Eröffnung des ersten Green House Coffeeshops in Amsterdam. | Coffeeshop und öffentliche Marke. |
| 1993 | Erster Platz in der Coffeeshop-Kategorie laut Green-House-Awardliste. | Wettbewerb und internationale Sichtbarkeit. |
| um 1994 | Markteinführung der Seed Company nach Shantibabas Darstellung. | Seed Company und Katalog. |
| 1990er-Jahre | Teamarbeit mit Arjan Roskam, Nevil Schoenmakers, Shantibaba und weiteren Beteiligten. | Elternmaterial, Selektion, Zucht und Vermarktung. |
| ab 1998 | Shantibaba verlässt Green House; Marken und Elternbestände werden in getrennten Projekten weitergeführt. | Trennung von Green House und Mr.-Nice-Linien. |
| spätere Phase | Ausbau von Strain Hunters mit Arjan Roskam und Franco Loja. | Sammelreisen, Dokumentation und eigenständige Marke. |
Welches Gründungsjahr ist gemeint? 1985 bezeichnet Arjans Vorarbeit, 1992 die Eröffnung des Coffeeshops und etwa 1994 den Start des Samenunternehmens nach Shantibabas Darstellung.
Welche Rolle hat Arjan Roskam?
Arjan Roskam ist laut Unternehmensdarstellung Gründer und Eigentümer des Green-House-Verbunds. Er baute die Coffeeshops und das Saatgutgeschäft auf und machte die Marke durch Wettbewerbe, internationale Medien und Dokumentarprojekte bekannt.
Zu seiner Rolle gehören Unternehmensführung, Sortimentsstrategie, Zuchtbeteiligung und Vermarktung. Die Entwicklung der bekannten Linien war besonders in den 1990er-Jahren Teamarbeit. Für die Herkunft einer Sorte sind deshalb auch die beteiligten Züchter und ihre Elternpflanzen entscheidend.
Nevil Schoenmakers, Shantibaba und die Green-House-Teamphase
Nevil Schoenmakers brachte zuvor selektierte Haze-, Northern-Lights- und Skunk-bezogene Eltern aus seiner Arbeit mit The Seed Bank ein. Scott Blakey alias Shantibaba beschreibt eigene Sammlungen, Selektionen und die gemeinsame Arbeit an Widow- und Haze-Linien.
Nevil Schoenmakers: Seedbank-Pionier erklärt seine eigenständige Vorgeschichte, The Seed Bank und die Auswahl von Haze A, Haze C sowie Northern Lights #5. Shantibaba: Widow- und Haze-Züchter behandelt Green House, White Widow/Black Widow, die gemeinsame Haze-Arbeit und seinen Wechsel zu Mr. Nice ab 1998.
Arjan Roskam
Gründung, Marke, Coffeeshops, Wettbewerb, Vermarktung und Beteiligung am Zuchtprogramm.
Nevil Schoenmakers
Haze-, Northern-Lights- und Skunk-Ausgangsmaterial sowie frühere Seedbank- und Selektionsarbeit.
Shantibaba
Elternpflanzen, Selektion und gemeinsame Entwicklung mehrerer Widow- und Haze-bezogener Linien.
Die Übersicht beschreibt die wichtigsten Beiträge zum Team. Die genaue Urheberschaft einzelner Sorten ist teilweise umstritten, insbesondere bei White Widow.
Franco Loja und Strain Hunters
Franco Loja wurde an der Seite von Arjan Roskam als Züchter und Strain Hunter bekannt. Die Strain-Hunters-Dokumentationen zeigten regionale Cannabiskulturen und Landsorten einem internationalen Publikum. Die Reisen dienten auch der Sammlung von Pflanzenmaterial für spätere Saatgut- und Zuchtprojekte.
Franco gehört damit zu einer späteren Phase der Unternehmensgeschichte. Er starb am 2. Januar 2017. Nach Angaben von Green House hatte er sich auf seiner letzten Afrikareise mit Malaria infiziert. Die Unternehmensgeschichte würdigt ihn als wichtigen Teil des Teams und der Strain-Hunters-Projekte.
Was bedeutet Landsorten-Sammlung? Lokale Populationen haben eine eigene Geschichte. Um ihre spätere Verwendung nachzuvollziehen, braucht es Angaben zu Fundort, Sammlung, Vermehrung und möglichen Kreuzungen. Eine Sammelreise allein belegt noch keine unveränderte Erhaltung.
White Widow, Super Silver Haze und Super Lemon Haze richtig zuordnen
Drei Namen zeigen unterschiedliche Arten historischer Verbindung:
- White Widow: der Marktdurchbruch ist eng mit Green House und dem Cup-Erfolg von 1995 verbunden. Die vollständige Urheberschaft ist zwischen Shantibaba und einem Gegenanspruch von Ingemar De Sjamaan umstritten. White Widow: Geschichte und Genetik behandelt diesen Konflikt separat.
- Super Silver Haze: eine preisgekrönte Green-House-Linie mit Skunk-, Northern-Lights- und Haze-Abstammung. Ihre Geschichte verbindet Nevils Elternmaterial mit Shantibabas Zuchtarbeit und dem Green-House-Team. Zur Herkunft und zu heutigen Varianten: Super Silver Haze: Herkunft und Seedbank-Versionen.
- Super Lemon Haze: von Green House als Kreuzung aus Lemon Skunk und Super Silver Haze beschrieben. Die Awardliste nennt erste Plätze beim High Times Cannabis Cup 2008 und 2009. Damit steht sie für eine spätere Erfolgsphase der Samenbank.
Bei allen drei Namen lohnt sich der Blick auf die konkrete Seedbank-Version: Historische Elternpflanzen und heutige Samenangebote lassen sich ohne zusätzliche Belege nicht gleichsetzen.
Was Cannabis-Cup-Erfolge belegen – und was nicht
Die offizielle Green-House-Awardliste dokumentiert zahlreiche Platzierungen seit 1993. Solche Erfolge trugen zur Bekanntheit der Marke bei. Für ihre Einordnung zählen Jahr, Wettbewerb und Kategorie: Eine Coffeeshop-Auszeichnung ist etwas anderes als ein Preis für eine bestimmte Sorteneinreichung.
Ein Preis bezieht sich auf den damaligen Wettbewerbsbeitrag. Er ist keine pauschale Qualitätsprüfung aller heutigen Samenpackungen und liefert allein keine Aussage über deren Keimung oder genetische Stabilität.
Green House Seeds Erfahrungen und Bewertungen einordnen
Erfahrungsberichte sind am hilfreichsten, wenn sie die konkrete Sorte, Seedbank-Version und den Zeitpunkt nennen. Prüfen Sie außerdem, was bewertet wird: Versand und Händlerkontakt, Lagerung des Saatguts oder Erfahrungen mit einer bestimmten Charge. Ein einzelner Bericht lässt sich nur eingeschränkt auf das gesamte Sortiment übertragen.
Dieses Porträt enthält keinen eigenen Sortiments- oder Keimtest. Für die Orientierung vergleichen wir Saatguttyp, angegebene Eltern und aktuelle Produktbeschreibungen. Weitere Kriterien erläutert der Hanfsamen-Vergleich europäischer Samenbanken.
Green House Seed Company bei Cannoptikum
Auf unserer Green-House-Herstellerseite finden Sie die aktuell gelisteten Sorten, Packungsgrößen und Verfügbarkeit. Die einzelnen Produktseiten nennen die angebotene Version und die jeweiligen Herstellerangaben zu ihrer Abstammung.
Quellen und offene Punkte
Die Chronik nutzt die nachstehenden Unternehmensquellen; sie geben die Sicht von Green House wieder. Shantibabas abweichende Chronologie und strittige Züchterzuordnungen werden in den verlinkten Personen- und Sortenporträts behandelt. Beim Cup 1993 folgen wir der konkreten Kategorie in der Awardliste; Arjans Biografie bezeichnet den Erfolg allgemeiner als Gesamtsieg.
- Green House Seed Company: About our company
- Green House Seed Company: About Arjan Roskam
- Green House Seed Company: About Franco Loja
- Green House Seed Company: Cannabis Cup Awards
- Green House Seed Company: Super Lemon Haze
Verlinkte Green-House-Quellen zuletzt geprüft: 10. September 2026.
Häufige Fragen zur Green House Seed Company
Fazit: Green House verbindet Arjan Roskams Unternehmensaufbau mit der Arbeit mehrerer prägender Züchter. White Widow, Super Silver Haze und die späteren Strain-Hunters-Projekte stehen für unterschiedliche Kapitel dieser Geschichte.
Für die Auswahl einer heutigen Samenpackung bleiben die konkrete Green-House-Version, Elternangabe, Saatgutform und aktuelle Produktbeschreibung entscheidend.

