Black Widow regulär von Mr. Nice Seedbank
Black Widow regulär von Mr. Nice Seedbank gehört zu den Linien, bei denen der historische Kontext wirklich zählt. Shantibaba führt sie als ursprüngliche White Widow Herkunft weiter, mit einer Elternbasis aus Brazilian Sativa und South Indian Indica. Der Name hat sich geändert, die Linie bleibt aber eng mit einer der bekanntesten Old School Genetiken der 1990er Jahre verbunden.
Als reguläre Samen ist Black Widow nicht auf einen engen Einzeltyp reduziert. Innerhalb der Population können Pflanzen unterschiedlich in Richtung Sativa Zug, Indica Körper, Blütendichte und Harzbild laufen. Genau diese Breite macht die Sorte für Sammler und Zuchtinteressierte interessant, weil sie nicht nur eine fertige Sorte abbildet, sondern auch Material für gezielte Auswahl bietet.
Im Pflanzenbild zeigt Black Widow eine klassische Hybridstruktur. Die Brazilian Sativa Seite bringt mehr Reichweite und Entwicklungsspielraum, während der südindische Part für festere Blüten und Substanz im Aufbau steht. Gegen Ende der Blüte ist die Sorte besonders für ihre starke Harzbildung bekannt, was bis heute ein zentraler Teil ihrer Einordnung bleibt.
Indoor liegt das Fenster bei etwa 8 bis 10 Wochen. Mr. Nice nennt 350 bis 450 g pro m² im Innenbereich und 300 bis 400 g pro Pflanze im Außenbereich. Auf der Nordhalbkugel fällt die Ernte meist an das Ende September bis Anfang Oktober. Damit bleibt Black Widow zeitlich deutlich zugänglicher als lange Haze Linien, ohne ihren klassischen Zuchtcharakter zu verlieren.
Das Aroma wird eher klar, süß und old school gelesen, je nach Phänotyp mit unterschiedlichen Nuancen. Entscheidend ist bei Black Widow aber nicht nur ein einzelnes Duftbild. Die Sorte steht für eine originale Widow Linie in regulärer Form, mit historischer Elternherkunft, sichtbarer Harzstärke und jener Selektionsbreite, die Mr. Nice Seedbank von vielen modernen Schnellkreuzungen unterscheidet.