Crystal Candy von Sweet Seeds
Crystal Candy ist keine Sorte, die ihre Richtung erst spät preisgibt. Der Kern sitzt von Anfang an in einer klar süß gezeichneten Linie, die von Sweet Seeds gezielt auf Candy ähnliche Terpenik aufgebaut wurde. Dahinter steht aber kein leichter Spielerei Typ, sondern ein kräftiger Hybrid mit viel Harz, stabilem Pflanzenkörper und deutlich mehr Substanz, als der Name zunächst vermuten lässt.
Im Wuchs entwickelt die Pflanze einen vitalen, gut tragenden Rahmen mit langen Seitenästen und genug Gerüst, um größere Blüten sauber zu halten. Der Aufbau bleibt weder schmal noch gedrückt, sondern wirkt ausgewogen und leistungsfähig. Gerade die längeren Seitentriebe geben der Sorte mehr Fläche für Blütenansatz, ohne dass die Form unruhig auseinanderläuft.
Sweet Seeds gibt die genetische Verteilung mit etwa 60 Prozent Indica und 40 Prozent Sativa an. Die Blüte liegt bei rund 9 Wochen. Beim Ertrag nennt der Hersteller etwa 500 bis 650 g pro m² indoor und etwa 500 bis 700 g pro Pflanze outdoor. Der THC Bereich wird mit etwa 15 bis 21 Prozent angegeben, der CBD Anteil mit rund 0,3 Prozent. Auffällig ist außerdem die sehr dichte Trichombildung auf Blüten und angrenzenden Blättern.
Im Duft öffnet sich zuerst eine süß fruchtige Seite, danach kommen Kaugummi, Fruchtgummi, saure Erdbeere und reife Melone durch. Das Ganze bleibt dabei nicht flach oder rein zuckrig. Die saure Frucht und die etwas weichere Melonenseite geben dem Aromabild genug Tiefe, damit es nicht wie eine einfache Bonbonspur wirkt.
Am stärksten bleibt Crystal Candy dort, wo Harzmenge, Blütenfülle und diese ungewöhnlich klar ausgearbeitete Süßlinie zusammenlaufen. Je nachdem, welcher Teil etwas stärker hervortritt, kann der Eindruck mehr in Richtung Kaugummi, Erdbeere oder Fruchtgummi ziehen. Der Charakter der Sorte bleibt trotzdem geschlossen und deutlich als candybetonter Hybrid mit vollem Pflanzenbau lesbar.
Crystal Candy erreichte 2017 den ersten Platz als beste Indica beim Spannabis Champions Cup in Barcelona.