Bruce the Russian von Cream of the Crop
Bruce the Russian ist keine Linie, die über Kompaktheit oder kontrollierte Zurückhaltung auffällt. Die Sorte baut eher mit mehr Höhe und Zug auf und wirkt dadurch deutlich offener als viele modernere, dichter gepackte Dessert-Hybriden.
Die genetische Basis aus Bruce Banner und White Russian erklärt diese Richtung gut. Hier trifft eine druckvolle, fruchtig-dieselartige Seite auf ein älteres, harzstarkes Fundament, das der Linie mehr Wucht gibt als bloße Namenswirkung.
Für die Blüte werden gewöhnlich rund 9 bis 10 Wochen genannt. Im Freiland wird das Erntefenster meist um Mitte Oktober eingeordnet. Je nach Quelle liegen die veröffentlichten Ertragswerte im Innenbereich bei etwa 500 bis 550 g/m² und im Außenbereich bei bis zu ungefähr 600 g pro Pflanze.
Im Anbau lohnt es sich, die Sorte nicht einfach nach oben laufen zu lassen. Durch den kräftigeren Aufbau kann frühes Lenken der Triebe sinnvoll sein, um Höhe besser zu verteilen und später mehr Ruhe in die Fläche zu bringen. Leichtes LST oder ein geordnetes Netz können hier mehr bringen als spätes, hektisches Eingreifen.
Profilseitig geht Bruce the Russian klar in eine fruchtige Richtung mit deutlicher Diesel- und Benzinkante. Wichtiger als einzelne Schlagworte ist aber die Gesamtwirkung: mehr Höhe, viel Harz und ein kräftigeres Hybridbild, das sich eher über Spannung und Druck als über weiche Süße definiert.