Durban von Sensi Seeds
Durban in feminisierter Form wirkt nicht wie eine heikle Sativa, die nur unter Idealbedingungen sauber läuft. Ihr eigentlicher Reiz liegt gerade darin, dass sie viel von der offenen, aufgerichteten Durban-Richtung trägt, dabei aber robuster und alltagstauglicher bleibt, als man es bei einer so sativa-lastigen Linie erwarten würde.
Die Pflanzen wachsen zügig, bleiben aber besser kontrollierbar als viele andere Outdoor-Sativas. Gerade feminisiert läuft die Sorte dadurch sehr direkt: kein männlicher Ausfall im Bestand, ein gleichmäßigerer Durchlauf und eine Linie, die sich auch dann noch gut handhaben lässt, wenn der Platz nicht unbegrenzt ist. Mit kurzer Vegetationszeit oder etwas Rückschnitt kann sie sogar in kleineren Gärten oder auf dem Balkon stimmig geführt werden.
Mit rund 90 Prozent Sativa bleibt die Richtung klar. Durban zieht nach oben, schiebt in der Blüte aber nicht ins völlig Ungebremste. Gleichzeitig bringt sie genug Widerstandskraft mit, um auch unter kühleren Bedingungen oder in wechselhafteren Sommern nicht sofort aus dem Takt zu geraten. Genau das macht sie als feminisierte Outdoor-Sativa so interessant.
Im Blütenbild zeigt sie eine ungewöhnliche Mischung aus Sativa-Form und erstaunlicher Dichte. Die Buds bleiben nicht locker oder flatterig, sondern wirken für diese Richtung vergleichsweise schwer und geschlossen. Dazu kommt eine gute Harzleistung, die der Sorte zusätzlich Substanz gibt.
Aromatisch hebt sich Durban mit einer süßen Grundlage und klaren Kopfnoten von Zitrus und Anis ab. Dunklere Pflanzen können während der Blüte eine wärmere, erdigere Richtung entwickeln, aus der sich Nuancen von Kaffee, Sandelholz oder Schokolade lösen. Damit bleibt das Profil eigenständig und eng mit der südafrikanischen Herkunft der Linie verbunden.